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Die häu­figs­ten Fra­gen (und Ant­wor­ten) zum All Risk Michae­lis Cover

Das All Risk Miche­lis Cover, die ers­te VSH für Ver­si­che­rungs­mak­ler in Form einer All­ge­fah­ren­de­ckung, wur­de erst­mals auf der Jah­res­ver­an­stal­tung der Kanz­lei Michae­lis im Janu­ar 2022 vor­ge­stellt. Seit­dem errei­chen uns und die Kanz­lei Michae­lis regel­mä­ßig Anfra­gen zu die­ser umfang­rei­chen Absicherung.

Die regel­mä­ßig wie­der­keh­ren­den Fra­gen (und Ant­wor­ten) haben wir nach­ste­hend für Sie zusammengefasst:

  • Fra­ge zur Best-Leistungs-Klausel:

Als Vor­aus­set­zung wird genannt, dass ein ande­rer VSH-Tarif für die All­ge­mein­heit zugäng­lich sein muss. Heißt das, dass Rah­men­ver­trä­ge ande­rer VSH-Anbie­ter somit aus­ge­schlos­sen sind?

Nein, das ist nicht der Fall. Dann wür­den ja letzt­lich nur VSH-Tari­fe direkt von den Ver­si­che­rungs­ge­sell­schaf­ten noch für einen Ver­gleich her­an­ge­zo­gen wer­den. Wenn ein ande­rer VSH-Mak­ler einen Rah­men­ver­trag mit Deckungs­er­wei­te­run­gen unter­hält, fällt das eben­falls unter die Best-Leis­tungs-Klau­sel. Aus­ge­schlos­sen wären bei­spiels­wei­se VSH-Kon­zep­te, die aus­schliess­lich einem geschlos­se­nen Kreis zur Ver­fü­gung ste­hen (z.B. Vema-Mitgliedern).

  • Fra­ge zur Konditions-Differenz-Deckung:

Mei­ne jet­zi­ge VSH endet erst zum 01.01.23. Muss der Ver­si­che­rungs­be­ginn dann mor­gen sein, um die Vor­tei­le der Kon­di­ti­ons-Dif­fe­renz-Deckung bis zum Ver­trags­be­ginn bei CGPA zu genießen?

Rich­tig ist in die­sem Fall der 01.01.2023 als Ver­si­che­rungs­be­ginn. Die Kon­di­ti­ons-Dif­fe­renz-Deckung ist auto­ma­tisch vom Zeit­punkt der Antrags­an­nah­me bis zum Ver­si­che­rungs­be­ginn im Ver­si­che­rungs­schutz enthalten.

  • Fra­ge zum All Risk Charakter:

Die Bedin­gun­gen ent­hal­ten eine abschlie­ßen­de Auf­lis­tung der Leis­tungs­er­wei­te­run­gen. Ist das über­haupt eine All Risk Deckung?

Die­se Leis­tungs­er­wei­te­run­gen ste­hen in Ziff. 2 der Bedin­gun­gen. Ein­lei­tend wird hier dar­auf hin­ge­wie­sen, dass die­se Leis­tungs­er­wei­te­run­gen den Ver­si­che­rungs­schutz ergän­zen. Wir tun dies zum einen des­halb, um für eine größt­mög­li­che Trans­pa­renz für den Leser zu sor­gen, ande­rer­seits um die Bedin­gun­gen für Sie auch ver­gleich­bar mit Ihrer bestehen­den VSH zu machen. Das ändert nichts an der Aus­sa­ge, dass Ver­si­che­rungs­schutz für alles besteht, was nicht aus­drück­lich aus­ge­schlos­sen ist.

  • Fra­ge zur Schadenbearbeitung:

Wer bear­bei­tet einen even­tu­el­len Scha­den und wie ist das Prozedere?

Im Grun­de genom­men wie bei der jeder ande­ren Ver­si­che­rung auch. Es gibt eine Scha­den­an­zei­ge, die uns zusam­men mit den Unter­la­gen des streit­ge­gen­ständ­li­chen Ver­tra­ges ein­ge­reicht wird. Es folgt dann eine Deckungs­prü­fung durch uns und eine Haf­tungs­prü­fung durch die Kanz­lei Michae­lis, wel­che dann den Ver­si­che­rungs­mak­ler gericht­lich und auch außer­ge­richt­lich vertritt.

Eine Beson­der­heit ist die (kos­ten­freie) tele­fo­ni­sche Erst­be­ra­tung durch die Kanz­lei Michae­lis selbst dann, wenn der Ver­si­che­rungs­fall laut Bedin­gungs­werk (= „nach schrift­li­chem Anspruch“) noch gar nicht ein­ge­tre­ten ist. Das ist nicht nur beru­hi­gend für den Ver­si­che­rungs­mak­ler, son­dern kann even­tu­ell auch das Ein­tre­ten des Ver­si­che­rungs­falls verhindern.

  • Fra­ge zur Dokumentation:

Wie gehen Sie damit um, wenn im Scha­den­fall kei­ne Bera­tungs­do­ku­men­ta­ti­on vor­ge­legt wer­den kann?

Grund­sätz­lich fra­gen wir im Scha­den­fall immer, ob eine Bera­tungs­do­ku­men­ta­ti­on vor­liegt, denn die­se kann ein wich­ti­ges Beweis­mit­tel sein, um den behaup­te­ten Anspruch des Geg­ners zu ent­kräf­ten. Soll­te jedoch kei­ne Bera­tungs­do­ku­men­ta­ti­on vor­han­den sein, haben Sie den­noch 100%igen Ver­si­che­rungs­schutz. In den Bedin­gun­gen heißt es dazu: „Eine feh­ler­haf­te oder feh­len­de Doku­men­ta­ti­on der Bera­tung zum streit­ge­gen­ständ­li­chen Ver­trag oder zu dem Bera­tungs­vor­gang gefähr­det nicht den Versicherungsschutz.“

  • Fra­ge zu Ser­vice­leis­tun­gen gegen Gebühr:

Ich bie­te mei­nen Kun­den auch an, bestimm­te Ser­vice­leis­tun­gen gegen Gebühr zu erbrin­gen. Ist das in der VSH mitversichert?

Dazu gibt es zudem fol­gen­den Pas­sus in den Bedingungen:

„Mit­ver­si­chert sind alle im unmit­tel­ba­ren Zusam­men­hang mit der Bera­tung und Ver­mitt­lung von Ver­si­che­rungs­ver­trä­gen berufs­be­zo­ge­ne Neben­tä­tig­kei­ten, sowie berufs­be­zo­ge­ne Ser­vice­dienst­leis­tun­gen. Die Dienst­leis­tun­gen nach der Ser­vice­ver­ein­ba­rung von www.app-RIORI.de sind aus­drück­lich mitversichert.

Besteht für die Nebentätigkeit/Servicedienstleistungen eine geson­der­te Erlaub­nis- und ggf. Ver­si­che­rungs­pflicht, zum Bei­spiel auf dem Gebiet der gesetz­li­chen Ren­ten­be­ra­tung, oder ist die Aus­übung der Tätig­keit bestimm­ten Beru­fen vor­be­hal­ten, so besteht Ver­si­che­rungs­schutz mit der Maß­ga­be, dass der Ver­si­che­rungs­neh­mer die Gren­zen der unzu­läs­si­gen Tätig­keit nicht wis­sent­lich überschreitet.“

  • Fra­ge zur gro­ben Fahrlässigkeit

Besteht die Gefahr, dass bei gro­ber Fahr­läs­sig­keit im Scha­den­fall eine Quo­telung statt­fin­det und ich als Ver­mitt­ler einen Teil des Scha­dens selbst bezah­len muss?

Nein, bei grob fahr­läs­si­ger Ver­let­zung einer Oblie­gen­heit ver­zich­tet der Ver­si­che­rer auf sein Recht, sei­ne Leis­tung in einem der Schwe­re des Ver­schul­dens des Ver­si­che­rungs­neh­mers ent­spre­chen­den Ver­hält­nis zu kürzen.

  • Fra­ge zur Deckungssumme:

Wel­che Deckungs­sum­me emp­feh­len Sie?

Ein Anwalt wür­de sicher­lich sagen: Die Höchs­te! Aber das muss man natür­lich auch zah­len kön­nen oder wol­len. Der Trend geht jedoch ein­deu­tig in Rich­tung 2,5 Mio. EUR. Versicherungsmakler*innen han­tie­ren täg­lich mit weit­aus höhe­ren Sum­men bei ihren Kun­den. Allei­ne eine Fah­rer­schutz­de­ckung in der KfZ-Ver­si­che­rung beinhal­tet bei gän­gi­gen Anbie­tern eine Ver­si­che­rungs­sum­me von 15 Mio. EUR. Bei einem schwe­ren Unfall kann eine Deckungs­sum­me von 1,5 Mio. EUR hier schnell „gesprengt“ wer­den, wenn ich als Makler*in die­se Zusatz­de­ckung gar nicht ange­spro­chen habe.

  • Fra­ge zur Selbstbeteiligung:

Kann eine höhe­re Selbst­be­tei­li­gung gegen Prä­mi­en­nach­lass ver­ein­bart werden?

Die Stan­dard-Selbst­be­tei­li­gung beträgt 250 EUR. Die­se ent­fällt voll­stän­dig, wenn man sich für eine drei­jäh­ri­ge Ver­trags­lauf­zeit ent­schei­det. Lei­der ist es umge­kehrt nicht mög­lich, die Selbst­be­tei­li­gung zu erhö­hen. Das liegt unter ande­rem dar­an, dass unser güns­ti­ges Prä­mi­en­ni­veau es nicht erlaubt, einen wei­te­ren Nach­lass zu gewähren.

  • Fra­ge zum Online-Rechner:

Ich kann im Online-Rech­ner lei­der kein Ange­bot berech­nen, da die­ser nur bis zu einem Umsatz von 1 Mio. EUR funk­tio­niert. Wie kom­me ich an ein Angebot?

In die­sem Fall ver­wen­den Sie bit­te unse­ren all­ge­mei­nen Risi­ko-Erfas­sungs­bo­gen. Wir erstel­len Ihnen dann ger­ne ein indi­vi­du­el­les Angebot.

 

Haben Sie eben­falls eine spe­zi­el­le Fra­ge zum All-Risk Michae­lis Cover? Ger­ne kön­nen Sie sich damit uns wen­den (). Wir hel­fen Ihnen ger­ne weiter.

VSH-Scha­den­fall: Ver­let­zung der vor­ver­trag­li­chen Anzei­ge­pflicht, Rück­tritt des Ver­si­che­rers vom Krankenzusatzversicherungs-Vertrag

Aus­zug: „Sie haf­ten zum einen für die bereits ent­stan­de­nen Behand­lungs­kos­ten in Höhe von vor­läu­fig 3.460,09 € sowie für die wei­te­ren Behand­lungs­kos­ten für die medi­zi­nisch erfor­der­li­che Ver­sor­gung unse­res Herrn Man­dan­ten, die nach Mit­tei­lung der behan­deln­den Ärz­tin mit rund 20.000,00 € zu ver­an­schla­gen sind. Wei­ter haf­ten Sie unse­rem Herrn Man­dan­ten für sämt­li­che Schä­den, die die­ser infol­ge des feh­len­den Zahn­zu­satz­ver­si­che­rungs­schut­zes aktu­ell und in Zukunft erleidet.“


Was war geschehen?

Der Mak­ler M hat­te 2018 eine Zahn­zu­satz­ver­si­che­rung für sei­nen Kun­den K abge­schlos­sen. Im Vor­feld wur­den K fünf Tari­fe von unter­schied­li­chen Ver­si­che­rungs­ge­sell­schaf­ten ange­bo­ten. Der Kun­de ent­schied sich für den Ver­si­che­rer V.Da Mak­ler M die­sen Tarif nur über ein Online-Tool abschlies­sen konn­te, kopier­te er die dar­in gestell­ten Gesund­heits­fra­gen und mail­te die­se K zu.

Unter ande­rem wur­de Fra­ge gestellt:

„Wer­den der­zeit Zahn­be­hand­lun­gen oder Behand­lun­gen wegen Zahn­ersatz durch­ge­führt oder sind sol­che ange­ra­ten oder beab­sich­tigt (z. B. auch wegen Knir­scher-/Auf­biss­schie­nen)?“

Die­se Fra­ge wur­de wie folgt beant­wor­tet: „Nein, der­zeit immer nur Vor­sor­ge­un­ter­su­chung. Ich habe eine Auf­biss­schie­ne (seit meh­re­ren Jah­ren).“ Des­wei­te­ren wies K dar­auf­hin, dass ein Zahn mit einer Lang­zeit­kro­ne ver­se­hen sei sowie, dass zwei feh­len­de Zäh­ne vor­han­den seien.

Mak­ler M beant­wor­te­te dar­auf­hin in dem Online-Tool die oben genann­te Fra­ge mit „Nein“. Er wuss­te zwar von der Auf­biss­schie­ne, ging aber in bes­tem Wis­sen davon aus, dass sei­ne Ant­wort rich­tig war, denn der Kun­de hat­te ja bestä­tigt, dass kei­ne Behand­lung ange­ra­ten oder beab­sich­tigt sei. Dass das Vor­han­den­sein einer Auf­biss­schie­ne auf­grund der regel­mä­ßi­gen Aus­bes­se­rung oder Anpas­sung als dau­er­haf­te Behand­lung ange­se­hen wird, wuss­te er nicht.

Etwa drei Jah­re spä­ter erfolg­te dann von V der Rück­tritt vom Ver­si­che­rungs­ver­trag gemäß § 19 VVG. V begrün­de­te den Ver­trags­rück­tritt mit drei Argu­men­ten: Mit dem Lang­zeit­pro­vi­so­ri­um (eine Wort­er­fin­dung des Kun­den K) sei kei­ne abschlies­sen­de Ver­sor­gung vor­han­den, son­dern eine lau­fen­de Behand­lung. Die Pla­nung eines Implan­tats sei laut ärzt­li­cher Aus­kunft schon 2011 geplant gewe­sen und letzt­lich sei eine Auf­biss­schie­ne vorhanden.

Mak­ler M schal­te­te sofort sei­nen Ver­mö­gens­scha­den-Haft­pflicht­ver­si­che­rer CGPA ein. Offi­zi­ell war zu die­sem Zeit­punkt der Scha­den­fall gemäß den Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen der VSH noch nicht ein­ge­tre­ten, da der Anspruch noch nicht schrift­lich gel­tend gemacht wur­de (=ver­bes­ser­te Scha­den­mel­de­klau­sel). Den­noch wur­de die Kanz­lei Michae­lis von CGPA damit beauf­tragt, dem Mak­ler M ein Schrei­ben zu ent­wer­fen, wel­ches er pro­phy­lak­tisch dem Kun­den M aus­hän­di­gen kön­ne, wenn die­ser Mak­ler M einen Vor­wurf der Falsch­be­ra­tung unter­stel­len sollte.

K war jedoch mit die­sem Schrei­ben, in wel­chem juris­tisch dar­ge­legt wur­de, war­um M nicht haf­ten müs­se, nicht ein­ver­stan­den und wand­te sich an Rechts­an­wäl­tin R.

R nahm umge­hend Mak­ler M in Anspruch, was den Ver­si­che­rungs­fall in der Ver­mö­gens­scha­den-Haft­pflicht­ver­si­che­rung auslöste.

In dem Schrei­ben von R heißt es eingangs:

„Von Beginn Ihrer auf die Ver­mitt­lung des streit­ge­gen­ständ­li­chen Ver­tra­ges gerich­te­ten Tätig­keit wuss­ten Sie, dass im Ver­si­che­rungs­ver­trag zwei feh­len­de Zäh­ne, ein mit einer Lang­zeit­kro­ne ver­sorg­ter Zahn sowie die Tat­sa­che, dass unser Herr Man­dant bereits seit meh­re­ren Jah­ren eine Auf­biss­schie­ne trug, Berück­sich­ti­gung fin­den müssen.“

Wei­ter­hin sei­en die oben genann­ten Ansprü­che dem Grun­de und der Höhe nach inner­halb einer Frist von 15 Tagen zu bestä­ti­gen und eine ers­te Abschlags­zah­lung zu leisten.

CGPA beauf­trag­te dar­auf­hin die Kanz­lei Michae­lis mit der Abwehr der Ansprü­che. Es folg­te ein reger Schrift­wech­sel zwi­schen R und der Kanz­lei Michae­lis. Ziel­füh­rend war jedoch fol­gen­des Argu­ment der Kanz­lei Michaelis:

„Des Wei­te­ren erfolgt aber auch die wei­ter­füh­ren­de Fra­ge, ob Zahn­be­hand­lun­gen oder Zahn­ersatz geplant sind. So hat­te Ihr Man­dant die Antrags­fra­ge: „Wer­den der­zeit Zahn­be­hand­lun­gen oder Behand­lun­gen wegen Zahn­ersatz durch­ge­führt oder sind sol­che ange­ra­ten oder beab­sich­tigt (z. B. wegen Knir­scher-/Auf­biss­schie­nen)?“ mit Nein beantwortet.

Die­se Antrags­fra­ge hat Ihr Man­dant falsch beant­wor­tet. In der Tat hat­te er gegen­über unse­rer Man­dant­schaft mit­ge­teilt, dass zwei Zäh­ne feh­len. Er hat aber eben nicht mit­ge­teilt, dass hin­sicht­lich die­ser feh­len­den Zäh­ne Zahn­be­hand­lun­gen ange­ra­ten oder beab­sich­tigt sind. Die­ser Umstand allei­ne berech­tigt den Ver­si­che­rer, den Rück­tritt vom Ver­si­che­rungs­ver­trag zu erklä­ren, wie dies auch mit Ein­wur­fein­schrei­ben vom 20.04.2021 geschah.

Eine etwai­ge Behaup­tung Ihres Man­dan­ten, unser Man­dant wie­der­um hät­te gewusst, dass Zahn­be­hand­lun­gen ange­ra­ten oder beab­sich­tigt sind, ist abso­lut unrich­tig. Denn wenn unser Man­dant dies gewusst hät­te, hät­te eine Antrags­stel­lung gegen­über dem Ver­si­che­rer über­haupt gar kei­nen Sinn gemacht.“

In einem anschlies­sen­den Tele­fo­nat zwi­schen R und der Kanz­lei Michae­lis wur­de dar­auf­hin eine mög­li­che Kulanz­zah­lung der Ver­mö­gens­scha­den-Haft­pflicht­ver­si­che­rung erörtert.

CGPA hat der vor­ge­schla­ge­nen Sum­me von 2.000 EUR zuge­stimmt, womit alle wech­sel­sei­ti­gen Ansprü­che abge­gol­ten waren.

Fazit:

  • Ver­trags­rück­trit­te von Ver­si­che­rern auf­grund fal­scher Anga­ben zum Gesund­heits­zu­stand sind eine der häu­figs­ten Scha­den­ur­sa­chen in der Ver­mö­gens­scha­den-Haft­pflicht­ver­si­che­rung von Ver­si­che­rungs­mak­lern. Sie sind des­halb in aller Regel sehr kos­ten­in­ten­siv, weil der Kun­de – solan­ge er lebt und sofern er im Streit obsiegt – Ansprü­che stel­len wird, wenn eine Kos­ten­er­stat­tung auf­grund des poten­zi­el­len Feh­lers des Ver­mitt­lers nicht erfolgt und der Ver­si­che­rungs­schutz auch nicht mehr besorgt wer­den kann.
  • Eine juris­ti­sche Beglei­tung durch Fach­an­wäl­te, die im Ver­si­che­rungs­recht behei­ma­tet sind, ist uner­läss­lich. Auch in die­sem Fall konn­te die Kanz­lei Michae­lis mit ihrer Kom­pe­tenz überzeugen.
  • Auch wenn wir als VSH-Ver­si­che­rer der Über­zeu­gung waren, dass M nicht für den Scha­den ein­tre­ten müs­se, haben wir dem Ver­gleich zuge­stimmt. Letzt­lich birgt eine Gerichts­ver­hand­lung immer ein gewis­ses Rest­ri­si­ko und mit einer Zah­lung von 2.000 EUR zuzüg­lich der Rechts­an­walts­kos­ten konn­ten wir die­ses Risi­ko ver­hin­dern. Eben­falls hat dabei eine Rol­le gespielt, dass Mak­ler M mit die­ser Zah­lung von der Belas­tung eines Rechts­streits befreit wird.

Der Euro­pean Obser­va­to­ry — erst­mals in deutsch­spra­chi­ger Ausgabe

Der Euro­pean Obser­va­to­ry — erst­mals in deutsch­spra­chi­ger Ausgabe

Zum 8. Mal erscheint der Euro­pean Obser­va­to­ry und gibt einen euro­pa­wei­ten Über­blick über das Markt­ge­sche­hen in der Ver­si­che­rungs­bran­che im Jahr 2021.

Recht­spre­chung, Ver­mittler­zah­len und die Betriebs­schlie­ßungs­ver­si­che­rung in Zusam­men­hang mit der Covid-19-Pan­de­mie ste­hen im Mit­tel­punkt der dies­jäh­ri­gen Aus­ga­be.

Bei Redak­ti­ons­schluss war der Koali­ti­ons­ver­trag der neu­en Regie­rung noch nicht unter Dach und Fach, daher ist der ent­spre­chen­de Arti­kel nicht ganz aktuell.

Viel Ver­gnü­gen beim Lesen.

Wech­sel der Ver­mö­gens­scha­den-Haft­pflicht­ver­si­che­rung von Versicherungsmakler/innen: Tipps und Wis­sens­wer­tes im Umgang mit der für Sie zustän­di­gen IHK

Ein Wech­sel des Risi­ko­trä­gers Ihrer Ver­mö­gens­scha­den-Haft­pflicht­ver­si­che­rung ist eigent­lich ganz ein­fach. Wie bei jeder ande­ren Ver­si­che­rung auch wird die neue Ver­si­che­rung bean­tragt und die bis­he­ri­ge gekün­digt, zumeist mit einer Kün­di­gungs­frist von drei Monaten.

In Bezug auf die IHK als zustän­di­ge Auf­sichts­be­hör­de gibt es jedoch eini­ge Punk­te, die Sie wis­sen und beach­ten sollten:

  • Infor­ma­ti­on des bis­he­ri­gen Versicherers:
    Laut § 117 VVG ist der Ver­si­che­rer ver­pflich­tet, die zustän­di­ge Auf­sichts­be­hör­de über die Been­di­gung des Ver­tra­ges zu infor­mie­ren. Erfährt die Auf­sichts­be­hör­de von der Been­di­gung, wird er den oder die Versicherungsmakler/in unver­züg­lich anschrei­ben und den Nach­weis einer neu­en Berufs­haft­pflicht­ver­si­che­rung anfordern.Kündigen Sie erst die bis­he­ri­ge Ver­mö­gens­scha­den-Haft­pflicht­ver­si­che­rung, wenn Ihnen die Annah­me­be­stä­ti­gung des neu­en Ver­si­che­rers vor­liegt. Dann kön­nen Sie der IHK bereits die Bestä­ti­gung der neu­en Absi­che­rung zusen­den. Dann wird Sie die IHK auch nicht mehr anschreiben.
  • Nach­weis der neu­en Berufshaftpflichtversicherung:
    Ihr neu­er Ver­si­che­rer wird Ihnen mit Aus­fer­ti­gung des Ver­tra­ges einen neu­en Nach­weis über das Bestehen einer Berufs­haft­pflicht­ver­si­che­rung aus­stel­len. Beach­ten Sie dabei bitte:
    • Das Aus­stel­lungs­da­tum der Bestä­ti­gung darf nicht mehr als drei Mona­te vom Ver­si­che­rungs­be­ginn abwei­chen. Wenn Sie also bei­spiels­wei­se im August eine neue Ver­mö­gens­scha­den-Haft­pflicht­ver­si­che­rung mit Beginn 01.01. des Fol­ge­jah­res abschlies­sen, wird Ihnen die Ver­si­che­rungs­be­stä­ti­gung frü­hes­tens im Okto­ber zugestellt.
    • Sen­den Sie der IHK auf kei­nen Fall den Ver­si­che­rungs­schein! Für die Auf­sichts­be­hör­de sind ein­zig und allein die Ver­si­che­rungs­be­stä­ti­gun­gen rele­vant, wel­che auf den spe­zi­el­len Vor­dru­cken der IHK basieren.
  • Absi­che­rung aller zulas­sungs­pflich­ti­gen Tätigkeiten:
    Regel­mä­ßig kommt es vor, dass die IHK nach Erhalt der Ver­si­che­rungs­be­stä­ti­gung den Umfang des Ver­si­che­rungs­schut­zes moniert. Zumeist kommt dies bei fol­gen­dem Sach­ver­halt vor:
    • Bei der neu­en Ver­si­che­rung wur­den nicht alle Tätig­keits­be­rei­che bean­tragt. Aus eige­ner Erfah­rung kommt dies zumeist beim Nach­weis des Ver­si­che­rungs­schut­zes bezüg­lich des § 34f GewO vor. Beson­ders, wenn die Tätig­keit trotz Zulas­sung nicht mehr aktiv aus­ge­übt wird, wird dies gele­gent­lich vergessen.Falls Sie als Wohn­im­mo­bi­li­en­ver­wal­ter tätig sind, benö­ti­gen Sie eben­falls einen Nach­weis des gesetz­lich vor­ge­schrie­be­nen Versicherungsschutzes.
    • Auch bei Ein­zel­fir­men, die oft­mals noch neben einer juris­ti­schen Per­son bestehen, kommt es vor, dass die­se bei Bean­tra­gung ver­ges­sen wer­den. Auch hier bedarf es einer selb­stän­di­gen Bestä­ti­gung, mit der die gesetz­lich gefor­der­te Deckungs­sum­me indi­vi­du­ell zur Ver­fü­gung gestellt wird.In der Regel ist daher eine eige­ne VSH not­wen­dig oder unter Umstän­den auch eine Mit­ver­si­che­rung in der VSH der juris­ti­schen Per­son möglich.

Wenn Sie Ihre bestehen­de Ver­mö­gens­scha­den-Haft­pflicht­ver­si­che­rung hin­sicht­lich der Prä­mie und der Bedin­gun­gen ver­glei­chen möch­ten, kön­nen Sie dies mit unse­rem VSH-Online-Rech­ner tun.

Auf die BBR kommt es an!

Auch in der VSH für Ver­si­che­rungs­mak­ler gilt das, was geschrie­ben steht. Ver­si­che­rungs­mak­ler soll­ten daher einen Blick in die BBR (Beson­de­re Bedin­gun­gen und Risi­ko­be­schrei­bung) wer­fen. Und: Vor allem ein­mal ver­glei­chen, was moder­ne VSH-Kon­zep­te bie­ten! Lesen Sie dazu den Pres­se­ar­ti­kel unse­res Geschäfts­füh­rers Chris­ti­an Henseler.

Die Nach­haf­tung in der VSH für Versicherungsmakler

Wie lan­ge haf­tet der Ver­si­che­rer für Schä­den, die der Ver­si­che­rungs­mak­ler began­gen hat?

Vie­les ist mitt­ler­wei­le gesetz­lich gere­gelt, eini­ges noch nicht. Lesen Sie, ab wann bei bestimm­ten erlaub­nis­pflich­ti­gen Tätig­kei­ten die unbe­grenz­te Nach­haf­tung gilt und wor­auf zu ach­ten ist.

Kün­di­gung des Ver­si­che­rers nach einem Scha­den­fall in der VSH

Ver­zicht auf das Son­der­kün­di­gungs­recht des Ver­si­che­rers: Kos­me­ti­sches Bei­werk oder wah­rer Mehrwert?

War­um dies aus unse­rer Sicht so wich­tig ist für Ver­si­che­rungs­mak­ler, lesen Sie in dem nach­ste­hen­den Link:

Die Deckungs­sum­me in der VSH für Versicherungsmakler

“Reicht denn die Stan­dard­sum­me in der VSH?” ist eine klas­si­sche Fra­ge, die uns regel­mä­ßig gestellt wird.

Unser Geschäfts­füh­rer Chris­ti­an Hen­se­ler nennt in sei­nem bei experten.de erschie­ne­nen Arti­kel Ver­si­che­rungs­sum­men, mit denen Ver­si­che­rungs­mak­ler täg­lich han­tie­ren und möch­te damit das Bewusst­sein schärfen.

VEMA und CGPA Euro­pe Under­wri­ting GmbH koope­rie­ren im Bereich der Ver­mö­gens­scha­den-Haft­pflicht­ver­si­che­rung für VEMA-Makler

Die berufs­stän­di­sche Genos­sen­schaft VEMA bie­tet ab sofort ihren ange­schlos­se­nen Mak­ler­be­trie­ben eine neue Ver­mö­gens­scha­den-Haft­pflicht­ver­si­che­rung an. Gemein­sam mit der CGPA Euro­pe Under­wri­ting GmbH wur­de ein Deckungs­kon­zept ent­wi­ckelt, wel­ches hin­sicht­lich sei­ner Leis­tun­gen weit über dem am Markt übli­chen Niveau liegt, sowohl hin­sicht­lich der Deckungs­sum­men als auch der Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen. Die CGPA stellt trotz der zahl­rei­chen Leis­tungs­er­wei­te­run­gen allen VEMA-Mak­lern ihren Net­to­ta­rif zur Verfügung.

„Die VEMA genießt auf­grund der Ser­vice- und Pro­dukt­qua­li­tät eine außer­or­dent­li­che Repu­ta­ti­on am Markt. Die hohe Qua­li­tät der VEMA-Mak­ler ermög­lich uns, den rund 3.500 ange­bun­de­nen Betrie­ben im Bereich der Ver­mö­gens­scha­den-Haft­pflicht­ver­si­che­rung ein unver­gleich­ba­res Ange­bot machen zu kön­nen.“ sagt Chris­ti­an Hen­se­ler, Geschäfts­füh­rer der CGPA Euro­pe Under­wri­ting GmbH.

WEITERE INFORMATIONEN:

Alle Infor­ma­tio­nen zu der neu­en Ver­mö­gens­scha­den-Haft­pflicht­ver­si­che­rung sowie den Online-Tarif­rech­ner fin­den VEMA-Mak­ler wie gewohnt im VEMAextranet.