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Scha­den­bei­spie­le zur Spezial-Straf-Rechtsschutzversicherung

Der Risi­ko­trä­ger unse­res Grup­pen­ver­tra­ges für Versicherungsmakler/innen, die AUXILIA, hat uns freund­li­cher­wei­se die nach­ste­hen­den Scha­den­bei­spie­le aus der Pra­xis zur Ver­fü­gung gestellt.

CGPA bie­tet allen Versicherungsmakler/innen, die ihre Ver­mö­gens­scha­den-Haft­pflicht­ver­si­che­rung bei CGPA unter­hal­ten, einen güns­ti­gen Grup­pen­ver­trag in Koope­ra­ti­on mit der AUXILIA an (Wei­te­re Infor­ma­tio­nen unter https://www.vermittlerdeckung.de/spezial-straf-rechtsschutzversicherung/).

 

  1. Vor­wurf der Ver­let­zung von Betriebs- und Geschäfts­ge­heim­nis­sen mit Beschluss zur Durch­su­chung von Per­son, Wohn- und Geschäfts­räu­men und Fahrzeugen.

Nach Wech­sel aus der Aus­schließ­lich­keit in die Mak­ler­tä­tig­keit wur­de auf­grund Anzei­ge des Ver­si­che­rers durch die Staats­an­walt­schaft ein Straf­ver­fah­ren ein­ge­lei­tet. Es wur­de von dem ehe­ma­li­gen Ver­si­che­rer behaup­tet, dass der Mak­ler Unter­la­gen, die aus den Daten­be­stän­den des Ver­si­che­rers stam­men (vor allem Kun­den­lis­ten, Ver­trags­un­ter­la­gen, Adress­lis­ten) für sei­ne Mak­ler­tä­tig­keit genutzt hat. Die Erle­di­gung erfolg­te durch einen rechts­kräf­ti­gen Straf­be­fehl. (D. h. der Mak­ler wur­de rechts­kräf­tig ver­ur­teilt. Auf­grund der Erle­di­gung durch Straf­be­fehl trägt aber in die­sem Fall die Kos­ten sein Spezial-Strafrechtsschutz!

 

  1. Vor­wurf der Urkun­den­fäl­schung § 267 StGB 

Gegen den Mak­ler wur­de ein Ermitt­lungs­ver­fah­ren wegen Fäl­schung von schrift­li­chen Erklä­run­gen durch den Mak­ler an einen Ver­si­che­rer ein­ge­lei­tet (Mak­ler soll im Namen des Kun­den schrift­li­che Erklä­run­gen an den Ver­si­che­rer ver­fasst haben und hier­bei die­se mit dem Namens­zug bzw. der Unter­schrift des Kun­den ver­se­hen haben. Nach umfas­sen­den Ermitt­lun­gen und einem Schrift­gut­ach­ten wur­de das Straf­ver­fah­ren gem. § 170 Abs. 2 StPO ein­ge­stellt. Die Kos­ten muss der Mak­ler aber bei die­ser Ein­stel­lung selbst tra­gen und wur­den von der Spe­zi­al-Straf-Rechts­schutz­ver­si­che­rung übernommen.

 

  1. Vor­wurf der Steuerhinterziehung

Das Finanz­amt moniert beim Mak­ler die feh­len­de Steu­er­erklä­rung. Trotz mehr­fa­cher Anmah­nung durch das Finanz­amt wird die­se nicht abge­ge­ben. Dar­auf­hin ver­an­lasst das Finanz­amt die Ein­lei­tung eines Steu­er-Straf­ver­fah­rens wegen Steu­er­hin­ter­zie­hung. Das Straf­ver­fah­ren wur­de zwar ein­ge­stellt, aber die Kos­ten nicht über­nom­men. Die Kos­ten über­nimmt daher die Spezial-Straf-Rechtsschutzversicherung.

 

  1. Vor­wurf der Bei­hil­fe zum ver­such­ten Ver­si­che­rungs­miss­brauch §§ 265, 27 StGB

Der Ver­si­che­rungs­neh­mer ruft bei sei­nem Mak­ler an und teilt ihm mit, dass sein Auto über Nacht geklaut wor­den sei. Die Poli­zei sei auch schon infor­miert. Gut­gläu­big gibt der Mak­ler die nöti­gen Infor­ma­tio­nen an die Teil­kas­ko­ver­si­che­rung wei­ter. Auf­grund der poli­zei­li­chen Ermitt­lun­gen stellt sich her­aus, dass der Ver­si­che­rungs­neh­mer den Dieb­stahl nur vor­ge­täuscht hat, um für das Fahr­zeug, das er zuvor ver­se­hent­lich selbst zu Schrott gefah­ren hat, „noch etwas zu bekom­men“. Der Mak­ler fällt aus allen Wol­ken als auch er eine Straf­an­zei­ge wegen Bei­hil­fe zum ver­such­ten Ver­si­che­rungs­miss­brauch bekommt. Ihm wird unter­stellt, von dem „Unfall“ gewusst zu haben, da er nach dem „Unfall“, aber vor der Dieb­stahls­mel­dung, ein Bera­tungs­ge­spräch mit eben die­sem Ver­si­che­rungs­neh­mer geführt hat. Der Vor­wurf kann im Ermitt­lungs­ver­fah­ren nicht ent­kräf­tet wer­den, es kommt zur Haupt­ver­hand­lung mit Zeu­gen­ver­nah­me. Dort wird dann doch noch ein Frei­spruch erreicht. Lei­der bedeu­tet der Frei­spruch nicht, dass die Staats­kas­se auch für eine Hono­rar­ver­ein­ba­rung mit dem Rechts­an­walt auf­kommt. Auf dem Groß­teil der Kos­ten bleibt der Mak­ler daher trotz Frei­spruchs sit­zen. Die­se Kos­ten über­nimmt sei­ne Spe­zi­al-Straf-Rechts­schutz­ver­si­che­rung für ihn.

 

  1. Vor­wurf des Betru­ges § 263 StGB

Auf den Namen und auf Kos­ten des Kun­den wur­den bei ver­schie­de­nen Online­händ­lern Bestel­lun­gen getä­tigt. Der Kun­de ver­däch­tigt den erst kürz­lich beauf­trag­ten Mak­ler, dem er im Zuge der Betreu­ung wich­ti­ge Daten über­las­sen hat. Der Kun­de erstat­tet Anzei­ge gegen den Mak­ler. Nach lang­wie­ri­gen Ermitt­lun­gen wur­de das Straf­ver­fah­ren gem. § 170 Abs. 2 StPO ein­ge­stellt. Die Kos­ten muss der Mak­ler selbst tra­gen. Die­se wer­den von der Spe­zi­al-Straf-Rechts­schutz­ver­si­che­rung übernommen.

 

Auxi­lia und CGPA koope­rie­ren im Bereich Spe­zi­al-Straf-Rechts­schutz­ver­si­che­rung für Versicherungsmakler

CGPA erwei­tert sei­ne Ange­bots­pa­let­te um eine Spe­zi­al-Straf-Rechts­schutz­ver­si­che­rung. Risi­ko­trä­ger die­ser Absi­che­rung ist die Auxi­lia Rechts­schutz-Ver­si­che­rungs-AG (www.ks-auxilia.de).

Wäh­rend die Ver­mö­gens­scha­den-Haft­pflicht­ver­si­che­rung aus­schließ­lich Haft­pflicht­an­sprü­che pri­vat­recht­li­chen Inhalts deckt, ist der Ver­si­che­rungs­mak­ler im Fal­le der Ein­lei­tung eines Ermitt­lungs­ver­fah­rens ohne Rechts­schutz­ver­si­che­rung unge­schützt. Beson­ders das The­ma Daten­miss­brauch hat in jüngs­ter Zeit poten­zi­el­len Ermitt­lungs­ver­fah­ren durch die staat­li­chen Behör­den die Tür geöff­net. Doch auch unter­stell­ter Ver­si­che­rungs­be­trug, Ver­un­treu­ung, Steu­er­hin­ter­zie­hung etc. sind Straf­tat­be­stän­de, bei denen die Staats­an­walt­schaft ein­schrei­ten muss.

Die neue Absi­che­rungs­mög­lich­keit von Auxi­lia und CGPA gewährt Versicherungsmakler*innen, die ihre VSH über CGPA unter­hal­ten, eine Ver­si­che­rungs­sum­me von 1.000.000 EUR mit 0 EUR Selbst­be­tei­li­gung. Die Spe­zi­al-Straf-Rechts­schutz­ver­si­che­rung ist per­so­nen­ge­bun­den (pro Inha­ber / Geschäfts­füh­rer) und der Bei­trag beträgt ledig­lich 60 EUR brut­to im Jahr pro ver­si­cher­te Person.

Klaus Hell­wig / Auxi­lia betont die Bedeu­tung die­ser güns­ti­gen Absi­che­rung: „Im Gegen­satz zu einem pri­vat­recht­li­chen Ver­fah­ren muss bei einem Ermitt­lungs­ver­fah­ren der Beschul­dig­te die Rechts­an­walts­kos­ten auch dann tra­gen, wenn das Ermitt­lungs­ver­fah­ren gegen ihn ein­ge­stellt wird. Als rei­ner Mak­ler­ver­si­che­rer freu­en wir uns daher, den über CGPA ver­si­cher­ten Versicherungsmakler*innen hier eine attrak­ti­ve Absi­che­rungs­mög­lich­keit zu bieten.“

„Die Spe­zi­al-Straf-Rechts­schutz­ver­si­che­rung ist die opti­ma­le Ergän­zung zur Ver­mö­gens­scha­den-Haft­pflicht­ver­si­che­rung. Mit der Auxi­lia ver­eint uns zudem die Spe­zia­li­sie­rung auf jeweils eine Ver­si­che­rungs­spar­te.“ ergänzt Chris­ti­an Hen­se­ler, Geschäfts­füh­rer der CGPA Euro­pe Under­wri­ting GmbH.

WEITERE INFORMATIONEN:
Die Spe­zi­al-Straf-Rechts­schutz­ver­si­che­rung kann gemein­sam mit der Ver­mö­gens­scha­den-Haft­pflicht­ver­si­che­rung über den Online-Tarif­rech­ner berech­net und bean­tragt werden.

VSH-Scha­den­fall: Ver­let­zung der vor­ver­trag­li­chen Anzei­ge­pflicht, Rück­tritt des Ver­si­che­rers vom Krankenzusatzversicherungs-Vertrag

Aus­zug: „Sie haf­ten zum einen für die bereits ent­stan­de­nen Behand­lungs­kos­ten in Höhe von vor­läu­fig 3.460,09 € sowie für die wei­te­ren Behand­lungs­kos­ten für die medi­zi­nisch erfor­der­li­che Ver­sor­gung unse­res Herrn Man­dan­ten, die nach Mit­tei­lung der behan­deln­den Ärz­tin mit rund 20.000,00 € zu ver­an­schla­gen sind. Wei­ter haf­ten Sie unse­rem Herrn Man­dan­ten für sämt­li­che Schä­den, die die­ser infol­ge des feh­len­den Zahn­zu­satz­ver­si­che­rungs­schut­zes aktu­ell und in Zukunft erleidet.“


Was war geschehen?

Der Mak­ler M hat­te 2018 eine Zahn­zu­satz­ver­si­che­rung für sei­nen Kun­den K abge­schlos­sen. Im Vor­feld wur­den K fünf Tari­fe von unter­schied­li­chen Ver­si­che­rungs­ge­sell­schaf­ten ange­bo­ten. Der Kun­de ent­schied sich für den Ver­si­che­rer V.Da Mak­ler M die­sen Tarif nur über ein Online-Tool abschlies­sen konn­te, kopier­te er die dar­in gestell­ten Gesund­heits­fra­gen und mail­te die­se K zu.

Unter ande­rem wur­de Fra­ge gestellt:

„Wer­den der­zeit Zahn­be­hand­lun­gen oder Behand­lun­gen wegen Zahn­ersatz durch­ge­führt oder sind sol­che ange­ra­ten oder beab­sich­tigt (z. B. auch wegen Knir­scher-/Auf­biss­schie­nen)?“

Die­se Fra­ge wur­de wie folgt beant­wor­tet: „Nein, der­zeit immer nur Vor­sor­ge­un­ter­su­chung. Ich habe eine Auf­biss­schie­ne (seit meh­re­ren Jah­ren).“ Des­wei­te­ren wies K dar­auf­hin, dass ein Zahn mit einer Lang­zeit­kro­ne ver­se­hen sei sowie, dass zwei feh­len­de Zäh­ne vor­han­den seien.

Mak­ler M beant­wor­te­te dar­auf­hin in dem Online-Tool die oben genann­te Fra­ge mit „Nein“. Er wuss­te zwar von der Auf­biss­schie­ne, ging aber in bes­tem Wis­sen davon aus, dass sei­ne Ant­wort rich­tig war, denn der Kun­de hat­te ja bestä­tigt, dass kei­ne Behand­lung ange­ra­ten oder beab­sich­tigt sei. Dass das Vor­han­den­sein einer Auf­biss­schie­ne auf­grund der regel­mä­ßi­gen Aus­bes­se­rung oder Anpas­sung als dau­er­haf­te Behand­lung ange­se­hen wird, wuss­te er nicht.

Etwa drei Jah­re spä­ter erfolg­te dann von V der Rück­tritt vom Ver­si­che­rungs­ver­trag gemäß § 19 VVG. V begrün­de­te den Ver­trags­rück­tritt mit drei Argu­men­ten: Mit dem Lang­zeit­pro­vi­so­ri­um (eine Wort­er­fin­dung des Kun­den K) sei kei­ne abschlies­sen­de Ver­sor­gung vor­han­den, son­dern eine lau­fen­de Behand­lung. Die Pla­nung eines Implan­tats sei laut ärzt­li­cher Aus­kunft schon 2011 geplant gewe­sen und letzt­lich sei eine Auf­biss­schie­ne vorhanden.

Mak­ler M schal­te­te sofort sei­nen Ver­mö­gens­scha­den-Haft­pflicht­ver­si­che­rer CGPA ein. Offi­zi­ell war zu die­sem Zeit­punkt der Scha­den­fall gemäß den Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen der VSH noch nicht ein­ge­tre­ten, da der Anspruch noch nicht schrift­lich gel­tend gemacht wur­de (=ver­bes­ser­te Scha­den­mel­de­klau­sel). Den­noch wur­de die Kanz­lei Michae­lis von CGPA damit beauf­tragt, dem Mak­ler M ein Schrei­ben zu ent­wer­fen, wel­ches er pro­phy­lak­tisch dem Kun­den M aus­hän­di­gen kön­ne, wenn die­ser Mak­ler M einen Vor­wurf der Falsch­be­ra­tung unter­stel­len sollte.

K war jedoch mit die­sem Schrei­ben, in wel­chem juris­tisch dar­ge­legt wur­de, war­um M nicht haf­ten müs­se, nicht ein­ver­stan­den und wand­te sich an Rechts­an­wäl­tin R.

R nahm umge­hend Mak­ler M in Anspruch, was den Ver­si­che­rungs­fall in der Ver­mö­gens­scha­den-Haft­pflicht­ver­si­che­rung auslöste.

In dem Schrei­ben von R heißt es eingangs:

„Von Beginn Ihrer auf die Ver­mitt­lung des streit­ge­gen­ständ­li­chen Ver­tra­ges gerich­te­ten Tätig­keit wuss­ten Sie, dass im Ver­si­che­rungs­ver­trag zwei feh­len­de Zäh­ne, ein mit einer Lang­zeit­kro­ne ver­sorg­ter Zahn sowie die Tat­sa­che, dass unser Herr Man­dant bereits seit meh­re­ren Jah­ren eine Auf­biss­schie­ne trug, Berück­sich­ti­gung fin­den müssen.“

Wei­ter­hin sei­en die oben genann­ten Ansprü­che dem Grun­de und der Höhe nach inner­halb einer Frist von 15 Tagen zu bestä­ti­gen und eine ers­te Abschlags­zah­lung zu leisten.

CGPA beauf­trag­te dar­auf­hin die Kanz­lei Michae­lis mit der Abwehr der Ansprü­che. Es folg­te ein reger Schrift­wech­sel zwi­schen R und der Kanz­lei Michae­lis. Ziel­füh­rend war jedoch fol­gen­des Argu­ment der Kanz­lei Michaelis:

„Des Wei­te­ren erfolgt aber auch die wei­ter­füh­ren­de Fra­ge, ob Zahn­be­hand­lun­gen oder Zahn­ersatz geplant sind. So hat­te Ihr Man­dant die Antrags­fra­ge: „Wer­den der­zeit Zahn­be­hand­lun­gen oder Behand­lun­gen wegen Zahn­ersatz durch­ge­führt oder sind sol­che ange­ra­ten oder beab­sich­tigt (z. B. wegen Knir­scher-/Auf­biss­schie­nen)?“ mit Nein beantwortet.

Die­se Antrags­fra­ge hat Ihr Man­dant falsch beant­wor­tet. In der Tat hat­te er gegen­über unse­rer Man­dant­schaft mit­ge­teilt, dass zwei Zäh­ne feh­len. Er hat aber eben nicht mit­ge­teilt, dass hin­sicht­lich die­ser feh­len­den Zäh­ne Zahn­be­hand­lun­gen ange­ra­ten oder beab­sich­tigt sind. Die­ser Umstand allei­ne berech­tigt den Ver­si­che­rer, den Rück­tritt vom Ver­si­che­rungs­ver­trag zu erklä­ren, wie dies auch mit Ein­wur­fein­schrei­ben vom 20.04.2021 geschah.

Eine etwai­ge Behaup­tung Ihres Man­dan­ten, unser Man­dant wie­der­um hät­te gewusst, dass Zahn­be­hand­lun­gen ange­ra­ten oder beab­sich­tigt sind, ist abso­lut unrich­tig. Denn wenn unser Man­dant dies gewusst hät­te, hät­te eine Antrags­stel­lung gegen­über dem Ver­si­che­rer über­haupt gar kei­nen Sinn gemacht.“

In einem anschlies­sen­den Tele­fo­nat zwi­schen R und der Kanz­lei Michae­lis wur­de dar­auf­hin eine mög­li­che Kulanz­zah­lung der Ver­mö­gens­scha­den-Haft­pflicht­ver­si­che­rung erörtert.

CGPA hat der vor­ge­schla­ge­nen Sum­me von 2.000 EUR zuge­stimmt, womit alle wech­sel­sei­ti­gen Ansprü­che abge­gol­ten waren.

Fazit:

  • Ver­trags­rück­trit­te von Ver­si­che­rern auf­grund fal­scher Anga­ben zum Gesund­heits­zu­stand sind eine der häu­figs­ten Scha­den­ur­sa­chen in der Ver­mö­gens­scha­den-Haft­pflicht­ver­si­che­rung von Ver­si­che­rungs­mak­lern. Sie sind des­halb in aller Regel sehr kos­ten­in­ten­siv, weil der Kun­de – solan­ge er lebt und sofern er im Streit obsiegt – Ansprü­che stel­len wird, wenn eine Kos­ten­er­stat­tung auf­grund des poten­zi­el­len Feh­lers des Ver­mitt­lers nicht erfolgt und der Ver­si­che­rungs­schutz auch nicht mehr besorgt wer­den kann.
  • Eine juris­ti­sche Beglei­tung durch Fach­an­wäl­te, die im Ver­si­che­rungs­recht behei­ma­tet sind, ist uner­läss­lich. Auch in die­sem Fall konn­te die Kanz­lei Michae­lis mit ihrer Kom­pe­tenz überzeugen.
  • Auch wenn wir als VSH-Ver­si­che­rer der Über­zeu­gung waren, dass M nicht für den Scha­den ein­tre­ten müs­se, haben wir dem Ver­gleich zuge­stimmt. Letzt­lich birgt eine Gerichts­ver­hand­lung immer ein gewis­ses Rest­ri­si­ko und mit einer Zah­lung von 2.000 EUR zuzüg­lich der Rechts­an­walts­kos­ten konn­ten wir die­ses Risi­ko ver­hin­dern. Eben­falls hat dabei eine Rol­le gespielt, dass Mak­ler M mit die­ser Zah­lung von der Belas­tung eines Rechts­streits befreit wird.

Der Euro­pean Obser­va­to­ry — erst­mals in deutsch­spra­chi­ger Ausgabe

Der Euro­pean Obser­va­to­ry — erst­mals in deutsch­spra­chi­ger Ausgabe

Zum 8. Mal erscheint der Euro­pean Obser­va­to­ry und gibt einen euro­pa­wei­ten Über­blick über das Markt­ge­sche­hen in der Ver­si­che­rungs­bran­che im Jahr 2021.

Recht­spre­chung, Ver­mittler­zah­len und die Betriebs­schlie­ßungs­ver­si­che­rung in Zusam­men­hang mit der Covid-19-Pan­de­mie ste­hen im Mit­tel­punkt der dies­jäh­ri­gen Aus­ga­be.

Bei Redak­ti­ons­schluss war der Koali­ti­ons­ver­trag der neu­en Regie­rung noch nicht unter Dach und Fach, daher ist der ent­spre­chen­de Arti­kel nicht ganz aktuell.

Viel Ver­gnü­gen beim Lesen.

Die Nach­haf­tung in der VSH für Versicherungsmakler

Wie lan­ge haf­tet der Ver­si­che­rer für Schä­den, die der Ver­si­che­rungs­mak­ler began­gen hat?

Vie­les ist mitt­ler­wei­le gesetz­lich gere­gelt, eini­ges noch nicht. Lesen Sie, ab wann bei bestimm­ten erlaub­nis­pflich­ti­gen Tätig­kei­ten die unbe­grenz­te Nach­haf­tung gilt und wor­auf zu ach­ten ist.

VEMA und CGPA Euro­pe Under­wri­ting GmbH koope­rie­ren im Bereich der Ver­mö­gens­scha­den-Haft­pflicht­ver­si­che­rung für VEMA-Makler

Die berufs­stän­di­sche Genos­sen­schaft VEMA bie­tet ab sofort ihren ange­schlos­se­nen Mak­ler­be­trie­ben eine neue Ver­mö­gens­scha­den-Haft­pflicht­ver­si­che­rung an. Gemein­sam mit der CGPA Euro­pe Under­wri­ting GmbH wur­de ein Deckungs­kon­zept ent­wi­ckelt, wel­ches hin­sicht­lich sei­ner Leis­tun­gen weit über dem am Markt übli­chen Niveau liegt, sowohl hin­sicht­lich der Deckungs­sum­men als auch der Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen. Die CGPA stellt trotz der zahl­rei­chen Leis­tungs­er­wei­te­run­gen allen VEMA-Mak­lern ihren Net­to­ta­rif zur Verfügung.

„Die VEMA genießt auf­grund der Ser­vice- und Pro­dukt­qua­li­tät eine außer­or­dent­li­che Repu­ta­ti­on am Markt. Die hohe Qua­li­tät der VEMA-Mak­ler ermög­lich uns, den rund 3.500 ange­bun­de­nen Betrie­ben im Bereich der Ver­mö­gens­scha­den-Haft­pflicht­ver­si­che­rung ein unver­gleich­ba­res Ange­bot machen zu kön­nen.“ sagt Chris­ti­an Hen­se­ler, Geschäfts­füh­rer der CGPA Euro­pe Under­wri­ting GmbH.

WEITERE INFORMATIONEN:

Alle Infor­ma­tio­nen zu der neu­en Ver­mö­gens­scha­den-Haft­pflicht­ver­si­che­rung sowie den Online-Tarif­rech­ner fin­den VEMA-Mak­ler wie gewohnt im VEMAextranet.

Chris­ti­an Hen­se­ler über die klei­nen Gefah­ren im All­tag eines Versicherungsmaklers

Als im Jahr 2007 die EU-Ver­si­che­rungs­ver­mitt­lerricht­li­nie in Deutsch­land umge­setzt wur­de, schien es fast kein ande­res Wort mehr zu geben: „Haf­tung“ war in aller Mun­de. Dabei gab es die­se natür­lich schon vor­her, nur jetzt wur­de sie schrift­lich the­ma­ti­siert. Für die Anbie­ter von Ver­mö­gens­scha­den-Haft­pflicht­ver­si­che­run­gen war dies eine Steil­vor­la­ge. Der eine oder ande­re wird sich viel­leicht noch an einen als Ske­lett ver­klei­de­ten Men­schen erin­nern, wel­cher auf der DKM her­um­lief und dabei ein Schild empor­hielt, auf wel­chem stand: Haf­tung! Auch dahin­ter stand ein Ver­si­che­rungs­mak­ler, der im Bereich VSH tätig war und so auf sich auf­merk­sam machen wollte.

Im Grun­de genom­men hat sich das bis heu­te, 13 Jah­re spä­ter, nicht geän­dert. Immer wie­der wer­den neue Pro­duk­te von Ver­si­che­rungs­ge­sell­schaf­ten mit dem Ver­merk „haf­tungs­si­cher“ ange­prie­sen. Selbst Anfang des Jah­res 2020 noch nann­te ein Markt­teil­neh­mer sei­ne neue Pro­dukt­pa­let­te „Mak­ler­haf­tungs­kon­zep­te“.  Das könn­te man auch falsch ver­ste­hen und den­ken, man haf­te auto­ma­tisch, wenn man die­se Kon­zep­te vermittle.

Damit kein Miss­ver­ständ­nis auf­kommt: Natür­lich gibt es die Haf­tung eines Ver­si­che­rungs­mak­lers. Das The­ma ernährt tag­täg­lich gro­ße Anwalts­kanz­lei­en genau wie eine gro­ße Zahl an Anbie­tern von Ver­mö­gens­scha­den-Haft­pflicht­ver­si­che­run­gen. Hin und wie­der lesen wir auch in der Fach­pres­se von einem span­nen­den Ver­si­che­rungs­fall. Doch das ver­hält sich ähn­lich wie in ande­ren Ver­si­che­rungs­spar­ten: Die täg­li­chen Schä­den sind ein­fach nicht spek­ta­ku­lär genug für einen Pres­se­ar­ti­kel. Da muss es schon ein SUV sein, der in eine Men­schen­men­ge rast oder die Gas­ex­plo­si­on im Mehrfamilienhaus.

Die Haf­tung eines Ver­si­che­rungs­mak­ler ent­steht ent­we­der aus einem Bera­tungs­feh­ler oder einer Unter­las­sung. Ein Bera­tungs­feh­ler wäre bei­spiels­wei­se die Behaup­tung, der Kun­de kön­ne bei einer Basis­ren­te jeder­zeit über sein ein­ge­spar­tes Kapi­tal ver­fü­gen. Oder die Aus­sa­ge, die­se eine Vor­er­kran­kung sei nicht wich­tig und müs­se nicht ange­ge­ben wer­den. Übri­gens ein „Klas­si­ker“ in der Vermögensschaden-Haftpflicht.

Vor­sicht ist immer ange­ra­ten bei einem Wech­sel des Ver­si­che­rers. Vor allem in der Sach­ver­si­che­rung. Leis­tet der neue Ver­si­che­rer nicht im Scha­den­fall und es stellt sich her­aus, dass der Scha­den in dem bis­he­ri­gen Ver­trag ver­si­chert gewe­sen wäre, wird es unan­ge­nehm für den Ver­si­che­rungs­mak­ler. Auch dies fällt unter die Rubrik Beratungsfehler.

Eine Unter­las­sung hin­ge­gen ist in der Regel durch das Ver­ges­sen oder das Über­se­hen einer Hand­lung gekenn­zeich­net und stellt ein enor­mes Gefah­ren­po­ten­zi­al dar. Wäh­rend der Bera­tungs­feh­ler durch Kom­pe­tenz, Wei­ter­bil­dung und Spe­zia­li­sie­rung mini­ma­li­siert wird, kann kein Ver­mitt­ler behaup­ten, vor einer Unter­las­sung gefeit zu sein. Wenn Mit­ar­bei­ter im Betrieb des Ver­si­che­rungs­mak­lers vor­han­den sind, erhöht sich die­ses Risi­ko unweigerlich.

Eben­falls ein Klas­si­ker ist in die­sem Zusam­men­hang die Her­aus­ga­be einer evb. Wie wir alle wis­sen, ist dies nichts ande­res als eine vor­läu­fi­ge Deckung und beinhal­tet, sofern nichts ande­res bean­tragt wird, nur die Haft­pflicht­ver­si­che­rung in dem gesetz­lich gefor­der­ten Umfang. Wäh­rend eini­ge Ver­si­che­rungs­ge­sell­schaf­ten von sich aus bereits eine Kas­ko­de­ckung inklu­die­ren, muss die­se bei ande­ren Ver­si­che­rern wie­der­um geson­dert bean­tragt wer­den. Auch die Ein­ga­be einer gewünsch­ten Kas­ko im Tarif­pro­gramm bedeu­tet nicht auto­ma­tisch, dass die­se auch in der vor­läu­fi­gen Deckung ent­hal­ten ist. All­zu häu­fig ist dies auch ein The­ma in Mak­ler­fo­ren in sozia­len Medien.

Die größ­te Haf­tungs­ur­sa­che im Bereich der Unter­las­sung ist das Ver­ges­sen. Der Ver­mitt­ler ver­gisst zum Bei­spiel, die Fahr­rä­der in der Haus­rat­ver­si­che­rung ein­zu­schlie­ßen. Das kann eben­so der Weg­fall der Betriebs­haft­pflicht­ver­si­che­rung, in wel­cher die pri­va­te Haft­pflicht mit­ver­si­chert war, wegen Risi­ko­fort­fall sein und der Ver­mitt­ler über­sieht, den pri­va­ten Schutz in Auf­trag zu geben. Ein ande­res Bei­spiel ist das simp­le Nicht-Wei­ter­lei­ten eines Antrags bzw. eines vom Kun­den ange­nom­me­nen Angebots.

Viel­leicht wer­den Sie sich sagen, so etwas wür­de Ihnen nie pas­sie­ren. Aber die Grün­de dafür kön­nen ver­schie­de­ner Natur sein. Das kön­nen bei­spiels­wei­se tech­ni­sche Grün­de sein (die E‑Mail ist beim Ver­si­che­rer nie ange­kom­men), krank­heits­be­ding­te Ursa­chen (Sie sind eine Woche arbeits­un­fä­hig und ver­ges­sen den Antrag) oder ganz ein­fach: Der Antrag ver­hed­dert sich in einer Büro­klam­mer und wird mit einem ande­ren Vor­gang falsch abgelegt.

Ein beson­de­rer Fall war durch die Ände­rung der Ver­mitt­ler­num­mern durch den Ver­si­che­rer ent­stan­den. Der Ver­si­che­rungs­mak­ler hat­te sei­ne Tarif­soft­ware so ein­ge­stellt, dass elek­tro­nisch erzeug­te Anträ­ge auto­ma­tisch per E‑Mail an den Ver­si­che­rer ver­sandt wur­den. Durch die Ände­rung der Ver­mitt­ler­num­mern wur­de die­ser Auto­ma­tis­mus unter­bun­den und der Ver­mitt­ler hät­te die Num­mer manu­ell zuerst abän­dern müs­sen in sei­nem Pro­gramm. Zwar wur­de der Ver­mitt­ler per E‑Mail dar­über infor­miert, dass der Antrag nicht zuge­stellt wer­den kann, aber auf­grund des immer glei­chen Auf­baus der E‑Mail ist ihm dies nicht auf­ge­fal­len und der Kun­de hat­te kei­nen Ver­si­che­rungs­schutz für den im Anschluss ent­stan­de­nen Schaden.

Den­noch gilt bei allem vor­han­de­nen Haf­tungs­po­ten­zi­al: Zunächst muss der Ver­mitt­ler einen Feh­ler (Bera­tungs­feh­ler oder Unter­las­sung) bege­hen. Dann muss auf­grund die­ses Feh­lers dem Kun­den ein Scha­den ent­ste­hen, der nicht vom Ver­si­che­rer regu­liert wird. Und dann muss auch noch der Kun­de einen Haft­pflicht­an­spruch an sei­nen Ver­mitt­ler her­an­tra­gen. Zwei­fels­oh­ne pas­siert dies bei rund 46.000 Mak­lern häu­fig genug. Den­noch sind die Scha­den­quo­ten in der Ver­mö­gens­scha­den-Haft­pflicht­ver­si­che­rung grund­sätz­lich gut.

Den­ken Sie also immer dar­an: Das „haf­tungs­si­chers­te“ Pro­dukt nutzt Ihnen nichts, wenn Sie ver­ges­sen, den Antrag an den Ver­si­che­rer weiterzuleiten!

So ver­mei­den Sie einen Inter­es­sen­kon­flikt in Ihrer VSH

Was in der Rechts­schutz­ver­si­che­rung Ver­si­che­rungs­mak­lern grund­sätz­lich bekannt ist, gilt auch für die eige­ne VSH.
Lesen Sie hier, wie CGPA Ihnen dabei hilft, einen poten­zi­el­len Inter­es­sen­kon­flikt in der VSH zu vermeiden.

https://www.versicherungsbote.de/id/4897307/VSH-So-vermeiden-Vermittler-Interessenkonflikte/